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15.08.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Wie bestreikt man eine Klinik?

Bei Einrichtungen in ganz Deutschland will Verdi für mehr Personal sorgen. Ohne Arbeitskampf wird das nicht gelingen. Von den Möglichkeiten zum Ausstand

Johannes Supe

Verdis Pläne sind ambitioniert. In einem Prozent aller 2.000 Kliniken in der Bundesrepublik will die Gewerkschaft Tarifverträge abschließen, die den Einrichtungen verbindliche Vorgaben über den Personaleinsatz auf den Stationen machen (siehe jW vom 10. August). Schon jetzt ist absehbar, dass dieses Ziel nicht ohne Streit mit den Kliniken zu erreichen ist. Damit stellt sich die Frage, wie sich Tarifverträge gegen alle Widerstände erreichen lassen, oder, etwas umformuliert: Wie muss ein schlagkräftiger Streik in den Krankenhäusern aussehen?

Eine mögliche Antwort darauf lieferten die Kolleginnen der Berliner Uniklinik Charité. Bereits mehrfach erprobten sie den sogenannten Bettenschließungsstreik: Die Beschäftigten sorgen für ihre Teilnahme am Ausstand dafür, dass das Klinikum Stationen schließen und Betten leerlassen muss. Da die Krankenhäuser von den Kassen nur für behandelte Patienten bezahlt werden, lässt sich so wirtschaftlicher Druck aufbauen.

Erstmals...

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