14.08.2017 / Inland / Seite 8

»Ökonomische Einflussnahme ist stark spürbar«

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) besuchte Uganda und den Südsudan. Ein Gespräch mit Sevim Dagdelen

Markus Bernhardt

Woher kommt das Interesse der Bundesregierung an Uganda und Südsudan so kurz vor der Bundestagswahl?

Das ist in der Tat bemerkenswert. Als jahrelang eine christlich-fundamentalistische Terrortruppe, die Lord’s Resistance Army, in der Region mit Massenmord und Vergewaltigungen im Stile des IS vorgab die Zehn Gebote durchzusetzen, aber auch beim furchtbaren Bürgerkrieg im Südsudan, der auf die Unabhängigkeitserklärung folgte, schien mir das Interesse doch weniger stark ausgeprägt. Fakt ist, dass die gesamte Region sich von der geopolitischen Orientierung jetzt stark verändert.

Das heißt?

Sudan beispielsweise hat die Seiten in Richtung Westen gewechselt. Seine Soldaten kämpfen als Söldnertruppe für Saudi-Arabien im mörderischen Krieg gegen die Zivilbevölkerung des Jemen. Der deutsche Großkonzern Siemens ist folgerichtig ins Geschäft mit der Lieferung von Gasturbinen eingestiegen.

Aber Wirtschaftsvertreter sind doch gar nicht Teil Ihrer Delega­tion von vorige...

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