14.08.2017 / Titel / Seite 1

Rechter Terror in Virginia

Tote und Verletzte nach Gewalteskalation bei Rassistenaufmarsch in US-Universitätsstadt Charlottesville. Trump verweigert Distanzierung von Neonazis

Volker Hermsdorf

In der Universitätsstadt Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia sind am Sonnabend mehrere tausend Teilnehmer zu dem größten Aufmarsch von Neonazis, Mitgliedern des Ku-Klux-Klan und anderen weißen Rassisten in den USA seit einem Jahrzehnt zusammengekommen. Dabei kam es zu brutalen Übergriffen auf Gegendemonstranten. Eine 32jährige Frau wurde getötet, als ein Mann mit seinem Auto offenbar vorsätzlich in eine Gruppe antifaschistischer Gegendemonstranten raste, 19 weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Gegen den 20jährigen aus Ohio, der laut Augenzeugen zuvor an dem Naziaufmarsch teilgenommen hatte, soll Anklage wegen Mordes, Körperverletzung und Fahrerflucht erhoben werden. Bei Übergriffen von Neonazis wurden weitere 16 Personen verletzt. Zwei Polizisten starben, als ihr Hubschrauber, der die Lage in der Stadt aus der Luft überwachte, abstürzte.

Während sich Politiker beider großer US-Parteien erst überrascht und dann geschockt gaben, hatten ...

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