10.08.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Nicht mehr allein

Zuerst kämpften Kolleginnen der Uniklinik Charité um mehr Personal. Nun will Verdi Beschäftigte im ganzen Land in die Auseinandersetzung führen

Johannes Supe

Zehn Minuten dauert es sicher, bis alle Solidaritätsfotos geschossen sind. Rund 200 Beschäftigte stehen jetzt, am Dienstag vormittag, vor dem Hauptsitz des Charité. Sie alle haben die Arbeit niedergelegt, um bessere Regelungen durchzusetzen, damit endlich mehr Kolleginnen auf den chronisch unterbesetzten Stationen eingesetzt werden (siehe jW vom 9. August). Doch für zehn Minuten geht es einmal nicht um den Kampf an der Berliner Uniklinik. Die 200 Frauen – nur vereinzelt sind hier Männer zu sehen – posieren, recken die Fäuste in die Höhe, und, am wichtigsten, halten ein Transparent vor sich, auf dem es heißt: »Charité grüßt Uniklinik und Sana-Kliniken Düsseldorf«. Kaum ist das Foto gemacht, wird das Banner weggelegt – und das nächste geholt, und dann noch eins, und noch eins. Schließlich sind Häuser in etlichen Bundesländern zu grüßen. Kliniken, deren Belegschaften sich auf denselben Weg gemacht haben wie jene der Charité: Endlich mehr Personal erkämpfen.

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