08.08.2017 / Feuilleton / Seite 11

Der Strand, das alles

Erinnerungen an Sam Shepards »True Dylan«

Frank Schwarzberg

Sam Shepard, am 27. Juli im Alter von 73 Jahren gestorben, war Dramatiker, Drehbuchautor, Schauspieler, Musiker. Mitte der 70er Jahre begleitete er Bob Dylan auf dessen »Rolling Thunder«-Tour, verfiel kurz Joni Mitchell (ihr Song »Coyote« von 1976 handelt davon: Was zieht mich hin, was zieht mich weg …), schrieb mit Dylan das Drehbuch zu »Renaldo and Clara« (1978), einer Mischung aus Fiktion, Porträt und Konzertfilm, und dokumentierte die Tour nebenher auch in seinem »Rolling Thunder Logbook« (1977) – impressionistisch, chaotisch, matt. Vielleicht war Shepard mit der ihm wie seiner Kunst eigenen Entrücktheit derjenige, der das Phänomen Dylan am ehesten erfasste und verstehbar machte.

In all den Würdigungen der vergangenen Tage ging ein wenig unter, wie er das in seinem Theaterstück »True Dylan« anstellte, das 2002 in Bochum seine deutschsprachige Erstaufführung erlebte, in einer Übersetzung von Günter Amendt, kongenial inszeniert von Jürgen Kruse.

De...

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