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08.08.2017 / Ausland / Seite 6

Exportschlager Gesundheit

Die medizinische Ausbildung in Kuba kommt Menschen in aller Welt zugute – selbst in den USA

Volker Hermsdorf

Die Lateinamerikanische Schule für Medizin (ELAM) in Havanna hat in den vergangenen zwölf Jahren 170 Studenten aus den USA zu Ärzten ausgebildet. Wie ELAM-Direktorin Zenia Díaz Catalá am Mittwoch gegenüber der kubanischen Nachrichtenagentur Agencia Cubana de Noticias (ACN) erklärte, haben in dieser Einrichtung seit 2005 mehr als 28.500 angehende Ärzte aus 103 Ländern die staatliche Abschluss­prüfung zum »Doktor der Medizin« bestanden. Die meist aus armen Verhältnissen stammenden Absolventen, darunter auch Stipendiaten aus den USA, verpflichteten sich vorab, als Ärzte in ihre Heimatländer zurückzukehren. Mehr als zehn Jahre hatte der kubanische Staat die Ausbildungskosten für alle Studenten komplett getragen, seit 2012 werden an der Hochschule zusätzlich auch Studierende ausgebildet, deren Kosten anteilig von den jeweiligen Herkunftsländern übernommen werden.

»Für mich war das Studium in Kuba eine außerordentlich beeindruckende Erfahrung. Ausbildung und Ar...

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