08.08.2017 / Inland / Seite 4

Polizei verliert Deutungshoheit

Gewalt bei G-20-Protesten: Eigenes Video straft rabiate Beamte Lügen

Kristian Stemmler und Daniel Nide

Ein Hinterhalt im Hamburger Schanzenviertel, der keiner war, angebliche Wurfgeschosse wie Gehwegplatten und Molotowcocktails, die niemand vorweisen kann; Stein- und Flaschenwürfe an einem Ort, wo sie nur die Polizei gesehen hat, nicht aber ihr Kameramann – einen Monat nach dem G-20-Gipfel bricht die polizeiliche Darstellung immer mehr in sich zusammen.

Jetzt erweist sich auch die Rechtfertigung für den brutalen Zugriff der Einsatzkräfte auf rund 200 Demonstranten im Industriegebiet Rondenbarg in Bahrenfeld am Morgen des 7. Juli als falsch. 73 Festnahmen gab es an diesem Morgen – und Verletzte. Auf der panischen Flucht vor der Polizei versuchten Gipfelgegner einen vier Meter hohen Zaun zu übersteigen, der zusammenbrach. Ergebnis: Elf Verletzte kamen mit Knochenbrüchen in die Klinik.

Am Freitag berichteten das Fernsehmagazin Panorama und die Süddeutsche Zeitung, sie hätten ein polizeiliches Video einsehen können, das die Darstellung der Beamten Lügen s...

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