08.08.2017 / Titel / Seite 1

Feindbild Flüchtling

Deutsche Fregatte verstärkt EU-Einsatz gegen Migranten. Libysche Küstenwache transportiert Hunderte Menschen zurück in zerrüttetes Land

Leonie Haenchen

Mit Pauken und Trompeten sollte am Montag abend das Kriegsschiff »Mecklenburg-Vorpommern« in Wilhelmshaven ablegen. Fast ein halbes Jahr lang werden die Matrosen an Bord ihrem »Kernauftrag« nachgehen: der »Bekämpfung der Schleusernetzwerke«, so Fregattenkapitän Christian Schultze in einer Pressemitteilung. Neben den Angehörigen der Besatzung war auch der Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns, Lorenz Caffier (CDU), für einen Besuch angekündigt, um feierlich der Crew seine Landesflagge zu überreichen.

Stolz muss Caffier sein, dass nun ein Kriegsschiff mit dem Namen seines Landes Teil einer so monströsen EU-Operation ist: Unter dem Codenamen »Sophia« patrouillieren die Mitgliedsstaaten seit 2015 vor der libyschen Küste. Mit Flugzeugen, Hubschraubern und Schiffen werde den Schleppern die »Bewegungsfreiheit« genommen, heißt es auf der Internetseite der Bundeswehr. Neben jenem »Kernauftrag« gibt es aber noch eine »Unterstützeraufgabe«: die libysche Küstenwache ...

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