05.08.2017 / Inland / Seite 4

Angeblich kein rechtes Motiv

München: Angeklagte gestehen Angriff auf Dönerimbiss, leugnen aber rassistische Beweggründe und Mitführen eines Messers

Sebastian Lipp

Es muss sich anfühlen wie eine Umzingelung durch seine Peiniger. »Ich habe viele Probleme und Alpträume, als ob ich von diesen Männern verfolgt werde, und die werden mich töten«, sagt S., als er am Donnerstag in der Mitte des Sitzungssaals B 166 im Strafjustizzentrum München berichten muss, was ihm angetan wurde. Von den acht Männern, die sich für die ihn so traumatisierende Tat seit Mittwoch verantworten müssen, trennen ihn nur einige Dutzend Zentimeter und sein Dolmetscher. Jeder der acht hat einen Verteidiger im Rücken. Sein eigener Rechtsbeistand, Markus Fischer, ist weit entfernt, irgendwo links hinter ihm, zwischen dem Medizinsachverständigen und dem Vertreter der Staatsanwaltschaft. Fischer bittet die große Strafkammer, Rücksicht zu nehmen und seine Anschrift nicht öffentlich zu nennen. »Er ist sehr belastet und hat Angst.«

»Es war Zuckerfesttag«, beginnt der 33jährige zu erzählen, was ihm widerfahren ist. Am 25. September 2015 war er anlässlich...

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