04.08.2017 / Ausland / Seite 6

Rebellion gegen Moreno

Ecuadors Präsident in der Kritik: Vorgänger Correa und Vize Jorge Glas attackieren »Verrat« an »Bürgerrevolution«

Volker Hermsdorf

Ecuador steht nach zehnjähriger politischer Stabilität vor einer handfesten Regierungskrise. Nicht nur der frühere Präsident Rafael Correa attackiert öffentlich seinen am 2. April mit 51,1 Prozent der Stimmen gewählten Nachfolger Lenín Moreno. Auch dessen Vizepräsident Jorge Glas und die Generalsekretärin der linken Regierungspartei Alianza PAIS, Gabriela Rivadeneira, werfen Moreno Verrat an der »Bürgerrevolution« vor.

Schon vor einem Monat hatte Correa seinen Nachfolger davor gewarnt, sich von der vorangegangenen Regierung politisch abzugrenzen. Er hielt Moreno, der sechs Jahre lang sein Vizepräsident gewesen war, vor, sich mit dem 1997 wegen Veruntreuung und Korruption gestürzten und verurteilten Expräsidenten Abdalá Bucaram einzulassen. Dieser war Mitte Juni aus dem Exil in Panama zurückgekehrt. Correa kommentierte, jede Zusammenarbeit mit Bucaram sei im Interesse der Bürgerrevolution »absolut unzulässig«. Nachdem sich Moreno auch noch Argumente der re...

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