02.08.2017 / Inland / Seite 4

»Ohlauer lebt!«

Auf Druck der Regionalpresse bereitet »grüner« Bezirk in Berlin die Räumung von Geflüchteten vor

Anselm Lenz

Younous Aboubakar wohnt seit Juli 2014 in der früheren Gerhart-Hauptmann-Schule im Berliner Bezirk Kreuzberg. Er ist über das Mittelmeer geflüchtet. Auf dem Areal an der Ohlauer Straße leben derzeit 22 Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, erklärt Aboubakar auf deutsch. »Für uns ist das Bleiberecht sehr wichtig.« Aboubakar steht am Gatter zum Schulhof, das von einem Sicherheitsdienst permanent bewacht wird. Auch der Bewacher ist vor einigen Jahren aus Afrika gekommen.

Der Bezirk gibt nach Angaben der Nachbarschaftsinitiative Ohlauer (NIO) jährlich einen Betrag von 780.000 Euro für Wachleute aus. Die halten den Schulhof umstellt und den Eingang bewacht. Keiner weiß, warum; Gefahr geht von Gebäude und Menschen derzeit nicht aus. (Der Bezirk hatte sich bei seiner Einrichtung des Sicherheitsdienstes seinerzeit auf eine Messerstecherei am Gelände bezogen.) Für die Kamera des Rundfunks Berlin-Brandenburg stellen Bewohner und Bewacher eine Szene – auf Wu...

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