01.08.2017 / Ausland / Seite 8

»Banken und Konzerne müssen enteignet werden«

Linke Kritik an Venezuelas Regierung: Nötig ist keine neue Verfassung, sondern die Entmachtung des Kapitals. Gespräch mit Elias Neri

Katrin Küfer

In den letzten Monaten hat sich die innenpolitische Lage in Venezuela zugespitzt. Rechte Opposition und westliche Regierungen setzen auf einen Regierungswechsel. Wie erleben Sie die Situation?

Es gibt in der Tat eine deutliche Verschärfung der Klassenkämpfe und den Beginn eines Bürgerkriegs. Seit Monaten werden rechter Terror und Randale durch Kriminelle verübt, die von der Opposition angeheuert wurden. Die bürgerliche Opposition möchte den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro stürzen. Leider wollen Präsident und Regierung die Opposition durch Zugeständnisse beschwichtigen. Alle Sozialreformen und Errungenschaften des revolutionären Prozesses seit fast 20 Jahren stehen auf der Kippe.

In vielen Medien wird über Inflation und Versorgungsengpässe im alltäglichen Leben unter der sozialistischen Regierung berichtet.

In Venezuela ist nicht der Sozialismus gescheitert, sondern der reformistische Versuch, den Kapitalismus im Interesse der Arbeiterklasse dur...

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