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01.08.2017 / Ausland / Seite 6

Taktik: Verwirrung

Die Nachricht von Italiens geplantem Militäreinsatz vor der libyschen Küste ist von Widersprüchen durchsetzt

Knut Mellenthin

Die beiden Häuser des italienischen Parlaments beraten am heutigen Dienstag über eine neue sogenannte Libyen-Mission in der Flüchtlingspolitik. Die Regierung in Rom rechnet mit einer hohen Zustimmung für den geplanten Militäreinsatz, dessen Einzelheiten bisher noch nicht einmal bekannt sind. Unklar ist darüber hinaus, unter welchen Voraussetzungen Libyens zwar international anerkannte, aber außerhalb der Hauptstadt Tripolis kaum über Einfluss verfügende Regierung dem angekündigten Kampf der italienischen Marine vor ihrer Küste eingewilligt hat.

Der Chef der Einheitsregierung, Fajes Sarradsch, und der italienische Premierminister Paolo Gentiloni waren vergangenen Mittwoch in Rom gemeinsam vor die Presse getreten. Der Italiener hatte bei dieser Gelegenheit von einem Hilfsersuchen seines libyschen Kollegen gesprochen, das zur Zeit vom italienischen Verteidigungsministerium geprüft werde. Zu den Inhalten der Anfrage sagte er nichts. Daraufhin wurden am Donner...

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