01.08.2017 / Inland / Seite 4

»Die Stadt ist nur die Fläche«

In Bochum besetzten Aktivisten ein leeres Haus – und zogen wieder aus

Anselm Lenz

»Nach offiziellen Angaben stehen in dieser Stadt immer noch mehr als 7.000 Wohnungen leer. Gleichzeitig wird es für Einkommensschwache immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden, und die Hälfte aller Flüchtlinge lebt immer noch in Übergangsunterkünften«, erklärte Michael Wenzel vom Mieterverein Bochum bereits Ende Mai. In der Bochumer Herner Straße 131 waren am 19.5. Stadtbewohner und Aktivisten zusammengekommen, um das jahrelang leerstehende Haus wieder bewohnbar zu machen.

Es gab bereits Pläne für die Sanierung des Hauses, ein Bedarf von 131.000 Euro war veranschlagt worden, Handwerker angerückt. Eine Möglichkeit der Finanzierung und sogar des Kaufs des Hauses mit Hilfe einer humanistisch orientierten Bank stand in Aussicht. Sogar der Mieterverein sagte einen Kredit zu, verbunden mit der Forderung an die Politik: »Reden, nicht räumen!«

So sah das auch der DGB-Jugendausschuss, der den Beschluss fasste, die Besetzung zu unterstützen. »Insbesondere ...

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