Gegründet 1947 Sa. / So., 20. / 21. April 2019, Nr. 93
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
31.07.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Respektierte Schurken

Studie der Universität Amsterdam beweist erstmals umfassend Zusammenspiel ­zwischen »Transferstaaten« und »Steueroasen«

Gerrit Hoekman

Sind die Niederlande womöglich ein Schurkenstaat? Wie kann es sonst sein, dass multinationale Konzerne, die ihr Geld in und aus Steueroasen transferieren möchten, dies besonders gerne über das Königreich abwickeln? 23 Prozent aller globalen Transaktionen laufen durch das »Kernland« der EU. Mit großem Abstand folgen Großbritannien, die Schweiz, Singapur und Irland als Transitländer. Das hat eine Studie der Universität Amsterdam ergeben, deren Ergebnisse die Hochschule am vergangenen Montag in einer Kurzfassung auf ihrer Homepage veröffentlichte.

Riesiges Datenpaket

Der Erhebung liegen eine Menge Fakten zugrunde: Die Volkswirtschaftler untersuchten die Eigentumsverhältnisse von sage und schreibe 98 Millionen Betrieben weltweit. Dazu entwickelten sie einen Algorithmus, der diese riesige Datenmenge verarbeiten konnte. »Es gab natürlich Anzeichen, dass die Niederlande eine wichtige Rolle spielen, aber das basierte auf dem Umfang des (als Dienstleister fungiere...

Artikel-Länge: 6002 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €