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31.07.2017 / Ausland / Seite 6

Universität blockiert Kubaner

Britische Hochschule schließt Bürger des sozialistischen Landes von Studium aus

Volker Hermsdorf

Die größte staatliche Universität Großbritanniens und Europas, die Open University (OU) mit Sitz im mittelenglischen Milton Keynes, unterwirft sich der US-Blockade gegen Kuba und schließt Bürger der Karibikinsel vom Studium aus, obwohl die 1969 gegründete Hochschule damit gegen britische Gesetze, die politischen Ziele der Regierung in London und die eigenen Regeln verstößt. Ein OU-Sprecher erklärte am Dienstag im Onlineportal der konservativen Tageszeitung The Telegraph, dass die Bildungseinrichtung bei der US-Kontrollbehörde OFAC eine Genehmigung für das Studium von Kubanern beantragt habe und nun abwarten müsse, ob diese erteilt wird. Damit stelle die Universität US-Regelungen über britisches Recht, empörte sich der Vorsitzende der »Cuban Solidarity Campaign« (CSC), Rob Miller. Die Aktion und ihre Rechtfertigung seien ein Affront für Großbritannien. »Sie richten sich gegen das kubanische Volk und untergrabe das britische Recht«, sagte Miller.

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