08.08.2017 / Thema / Seite 12

Aufmarsch im neuen Kalten Krieg

Wie die NATO mit Truppenstationierungen versucht, das Baltikum und die Ostsee zu beherrschen, um Russland zu bedrohen

Jörg Kronauer

Es war das größte NATO-Marinemanöver 2017 in der Ostsee und eines der größten der Teilstreitkräfte des Militärpaktes im laufenden Jahr überhaupt: die Übung Baltops 2017 (»Baltic Operations«), die am 17. Juni zu Ende ging. Gut 4.000 Soldaten, mehr als 50 Schiffe und U-Boote sowie 55 Flugzeuge und Helikopter aus 14 Ländern nahmen an dem zweiwöchigen Kriegstraining teil, das vom Bündnishauptquartier Strikfornato (Naval Striking and Support Forces NATO) in Oeiras, einem Vorort von Lissabon, geführt wurde. Die deutsche Kriegsmarine war mittendrin und gleich mit fünf Schiffen dabei: mit dem Einsatzgruppenversorger »Bonn«, der Fregatte »Mecklenburg-Vorpommern«, dem Minenjagdboot »Datteln«, dem Hohlstablenkboot »Pegnitz« und dem Tender »Elbe«. Das offizielle Manöverszenario: Im Auftrag der Vereinten Nationen greift die NATO in einen eskalierenden Konflikt zwischen fiktiven Staaten um maritime Ölvorkommen ein. Was tatsächlich im Mittelpunkt stand, beschrieb die B...

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