20.07.2017 / Inland / Seite 4

Streit um Aufzeichnung

NSU-Prozess: Plädoyer der Anklage frühestens ab Dienstag

Christiane Mudra und Claudia Wangerin

Viele Opferangehörige hatten es am Mittwoch nicht kurzfristig in den Saal A 101 des Oberlandesgerichts München geschafft, das erst am Dienstag die Beweisaufnahme im NSU-Prozess geschlossen und den Beginn der Plädoyers schon für den nächsten Tag angekündigt hatte. Selbst Prozessbeteiligte hatten damit zum Teil nicht mehr vor der Sommerpause gerechnet. Auf rund 22 Stunden – also mindestens drei bis vier Verhandlungstage – schätzt allein die Bundesanwaltschaft ihren Schlussvortrag, gilt es doch, Beweisergebnisse aus 373 Tagen zu bewerten. Voraussichtlich wird sie sich dabei auf alle Indizien für die Rolle von Beate Zschäpe als gleichberechtigter Planerin der Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) konzentrieren. Die heute 42jährige war nach Lesart der Ankläger neben den 2011 zu Tode gekommenen Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt das einzige Vollmitglied der immer wieder als »Trio« bezeichneten Terrorgruppe.

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