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19.07.2017 / Inland / Seite 4

Die schlimmste Zeit ihres Lebens

Abschlussbericht: 547 »Regensburger Domspatzen« misshandelt

Die Übergriffe auf »Regensburger Domspatzen« hatten größere Ausmaße als bisher bekannt: Mindestens 547 Sänger des weltberühmten Chores wurden in den dazugehörigen schulischen Einrichtungen Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt. Der am Dienstag in Regensburg vorgelegte Abschlussbericht gibt dem früheren Chorleiter und Domkapellmeister Georg Ratzinger eine Mitschuld. Ihm seien »Wegschauen« und »fehlendes Einschreiten trotz Kenntnis vorzuwerfen«. Kritik gab es auch am früheren Regensburger Bischof und heutigen Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Vor allem in der Vorschule, aber auch im Gymnasium sei es zu Gewalt gegen Schüler gekommen, sagte der mit der Aufklärung beauftragte Rechtsanwalt Ulrich Weber nach einem Bericht der Deutschen Presseagentur (dpa) am Dienstag. Betroffene hätten ihre Schulzeit als »Gefängnis, Hölle und Konzentrationslager« bezeichnet. Viele Opfer schildert...

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