18.07.2017 / Ausland / Seite 8

»Arbeit der freiwilligen Retter wird angefeindet«

»Alarm-Phone-Initiative« übt Druck auf Küstenwachen aus, damit diese Geflüchteten in Seenot helfen. Gespräch mit Miriam Edding

Wolfgang Pomrehn

Mit der »Alarm-Phone-Initiative« wurde 2014 ein Netzwerk aufgebaut, das bei der Rettung von Flüchtlingen aus Seenot hilft. Was genau tut die Initiative?

Wir sind in 13 Ländern aktiv und betreuen eine zentrale Telefonnummer. Es geht darum, für Migranten, die im Mittelmeer auf dem Weg nach Europa in Seenot geraten sind, die jeweils zuständige Küstenwache zu benachrichtigen. Die Idee ist entstanden, als 2013 mehr als 200 Menschen ertranken, weil sich Malta und Italien über die Zuständigkeit stritten. Wir haben uns gesagt: »Was wäre, wenn die Menschen an Bord eine Nummer von Aktivisten gehabt hätten?« Diese hätten dann so viel Druck auf die Behörden in Malta und Italien ausüben können, dass die Ämter rechtzeitig aktiv geworden wären.

Wie strukturieren Sie Ihre Arbeit?

Wir arbeiten in Acht-Stunden-Schichten, die möglichst zu zweit abgedeckt werden. Alles geschieht ehrenamtlich. Wir sind rund um die Uhr zu erreichen, haben eine Liste mit den Telefonnummern von ...

Artikel-Länge: 4188 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe