17.07.2017 / Ausland / Seite 7

Die stille und tödliche Gewalt

Kolumne von Mumia Abu-Jamal

Mumia Abu-Jamal

Der Inder Mahatma Gandhi (1869–1948) sagte einmal, Armut sei »die tödlichste Form der Gewalt«. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind eine wahrhaft gewalttätige Nation, wie Tausende Fälle von alltäglicher Gewalt zeigen. Jedes Jahr sterben mehr als 20.000 Menschen durch die Hand ihrer Mitmenschen, und weitere 20.000 töten sich selbst. Wenn wir noch alle Fälle nichttödlicher Gewalt hinzunehmen, die US-Bürger einander jeden Tag zufügen, bekommen wir eine Ahnung davon, von welchem Fieberrausch der Gewalt diese Nation erfasst ist.

Daran lassen sich aber noch längst nicht alle Merkmale der Gewalt im alltäglichen Leben inmitten des »amerikanischen Imperiums« festmachen. Wir leben in einem Land, das in noch höherem Maße eine weit verbreitete »strukturelle« Gewalt ignoriert und duldet, die menschliches Leben mit einer atemberaubenden Erbarmungslosigkeit vernichtet.

Dr. James Gilligan, ehemals Psychiater im Strafvollzug des US-Bundesstaats Massachusetts, schrieb ...

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