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12.07.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Kampffeld Ökologie

Ukrainischer Politiker warnt vor baldiger Unbewohnbarkeit des Donbass. Donezk beschuldigt Kiew, Umweltrisiken zu ignorieren

Reinhard Lauterbach

Die öffentliche Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und den Volksrepubliken des Donbass hat sich in den vergangenen Tagen auf ein neues Feld verlagert: die Ökologie. Den Auftakt machte Ende Juni der ukrainische Vizeminister für die »besetzten Gebiete«, Georgij Tuka. Er erklärte in einem Interview, die Region werde spätestens in zehn Jahren unbewohnbar sein. Der Grund sei die wachsende Verseuchung des Grund- und Trinkwassers der Region durch teilweise radioaktives aufsteigendes Grubenwasser und die durch dessen Abfluss steigende Mineralisierung des einzigen größeren Flusses der Region, des Sewerskij Donez.

Kontra bekam Tuka von zwei Seiten: einerseits dem ukrainischen Gouverneur des unter Kiewer Kontrolle verbliebenen Teils des Bezirks Donezk, Pawlo Schebriwskyj. Er erklärte, Tuka hätte besser geschwiegen, denn seine Äußerungen schadeten dem Wirtschaftsstandort Donbass und verunsicherten Investoren. Widerspruch erntete Tuka auch aus der »Volksrepublik D...

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