15.07.2017 / Feuilleton / Seite 10

»No pasaran!« heißt nicht »Kein Parmesan!«

Wiglaf Droste

Jeder Mensch kann etwas dazulernen, sogar Jutta Ditfurth. Bislang kannte ich die Dame vornehmlich als ebenso meinungsstarke wie stilschwache Autorin, die aus purem Narzissmus und langweiliger Rechthaberei lieber eine soziale Bewegung spaltete als ein Scheit Holz vor dem eigenen Kopf. Ihrer im Prinzip richtigen Analyse der Grünen als Arschleckertruppe vom Dienst haftete der Eindruck an, es handele sich um das Nachtreten einer schlechten Verliererin. Dann war Exkommunikation das bevorzugte Mittel der Kommunikation, und gefetzt wurde sich, alte linke Kinderkrankheit, unter ähnlich Gesinnten um Kleinkram, statt sich bei allen Unterschieden und Meinungsverschiedenheiten zusammenzuraufen und den gemeinsamen Feind zu bekämpfen.

Jetzt hat Frau Ditfurth ihre unbestreitbaren vitalen Kräfte einmal richtig eingesetzt. Den TV-Politiker Wolfgang Bosbach brachte sie dazu, eine Maischberger-Talkshow zu verlassen. Keine große Sache? Doch, und Chapeau! Einen berufsdeformie...

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