Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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14.07.2017 / Feuilleton / Seite 11

Eine gigantische Schimpfrede

Alptraum, der alles verschlingt: Noam Chomskys Abrechnung mit den USA

Gerd Bedszent

Der Untertitel »Amerikas Streben nach Weltherrschaft« ist missverständlich. Mit »Amerika« ist hier nicht der Kontinent gemeint, sondern nur ein Staat, nämlich die USA. Einer ihrer profiliertesten Intellektuellen, Noam Chomsky, Sprachwissenschaftler und Philosoph, rechnet in dem Buch gnadenlos mit der Politik diverser Regierungen seines Landes ab, holt unzählige Menschenrechtsverletzungen aus dem Dunkeln des Vergessens zurück, erinnert an große und kleine Skandale, an Kriege, Folter und politische Morde. Das Buch ist keine wissenschaftliche Analyse, sondern eine gigantische Schimpfrede, eine vollauf berechtigte Nestbeschmutzung. Nicht von ungefähr konnte die deutsche Übersetzung erst 14 Jahre nach dem Original erscheinen.

Chomsky schlägt in seinen Ausführungen einen weiten Bogen, erinnert beispielsweise daran, dass entgegen dem offiziellen Gründungsmythos der USA politische Grundsatzentscheidungen keineswegs immer ein Produkt demokratischer Meinungsfindung...

Artikel-Länge: 4356 Zeichen

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