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14.07.2017 / Ausland / Seite 7

Bestochene ohne Bestecher

Israel untersucht Rüstungsgeschäfte mit Deutschland. Thyssen-Krupp spricht sich selbst frei

Knut Mellenthin

Bei zwei großen Waffengeschäften zwischen dem deutschen Unternehmen Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) und dem Staat Israel sollen Schmiergelder in Millionenhöhe geflossen sind. Seit Montag wurden in Israel mindestens sieben Personen zum Zweck der Vernehmung festgenommen und einige unter Hausarrest gestellt. Mehreren von ihnen wurde von der ermittelnden Polizeistelle verboten, Kontakt zur TKMS-Zentrale in Deutschland aufzunehmen, um Vertuschungsversuche zu erschweren. Die Anschuldigungen lauten auf Bestechung, Betrug, Geldwäsche und Steuervergehen.

Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen u. a. der langjährige persönliche Rechtsanwalt von Premier Benjamin Netanjahu, David Schimron, der inzwischen beurlaubte Vertreter von TKMS in Israel, Miki Ganor, Eliezer Marom, Kommandeur der israelischen Kriegsmarine von 2007 bis 2011, und der ehemalige stellvertretende Leiter des Nationalen Sicherheitsrats, Avriel Bar-Josef.

Netanjahu selbst wird in diesem Zusammenha...

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