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14.07.2017 / Inland / Seite 5

Patienten dritter Klasse

Uniklinik Düsseldorf transplantiert schwerkrankem Flüchtling keine Niere, weil Gesetze dies verhindern

Susan Bonath

Basel H. ist schwer krank. Um zu überleben, muss er dreimal wöchentlich zur Dialyse. Der junge Syrer leidet an einer unheilbaren Niereninsuffizienz. Er hat Glück: Seine beiden Brüder bieten an, ihm eine Niere zu spenden. Die AOK Rheinland, bei der H. versichert ist, sagte bereits zu, die Kosten zu übernehmen. Trotzdem lehnt die Universitätsklinik in Düsseldorf den Eingriff ab. Das Gesetz verbiete es, bei Geflüchteten eine solche Operation vorzunehmen, solange ihr Zustand nicht lebensbedrohlich sei, begründet sie. Zuerst hatte die Rheinische Post am Mittwoch in ihrer Onlineausgabe über den Fall berichtet.

Nach dem Transplantationsgesetz müssen sich alle Patienten, die eine Organspende benötigen, auf die Warteliste von Eurotransplant setzen lassen. Die Stiftung vermittelt Organspenden in acht europäischen Länder. Zu dem Verbund gehören neben der BRD auch Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Österreich, Ungarn, Slowenien und Kroatien. Auch Empfänger freiwill...

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