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13.07.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Ankaras Anleihe

Türkischer Vermögensfonds sammelt Staatsbesitz des Landes ein. Internationalen Gläubigern wird die Tür geöffnet

Errol Babacan

Im August 2016 hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan per Dekret die Gründung eines Vermögensfonds veranlasst. Ein halbes Jahr später überschrieb er dem Fonds – ebenfalls per Dekret – zahlreiche öffentliche Liegenschaften sowie Staatsunternehmen, darunter die Turkish Airlines, das Postunternehmen PTT, die Istanbuler Börsengesellschaft und zwei größere Banken. Langfristig soll ein Anlagevermögen von mehr als 200 Milliarden Dollar aufgebaut werden, um, so die offizielle Erklärung, die nationale Entwicklung durch ökonomische Stabilität und Wachstum zu fördern.

Indes wird als hauptsächliches Ziel die Aufrechterhaltung des Kapitalflusses in die Türkei erkennbar. Der Fonds soll gegenüber internationalen Kreditgebern als Garant für die Rückzahlungsfähigkeit fungieren. So sollen Kredite mit günstigen Konditionen für die Finanzierung von Großprojekten verschafft werden. Im einzelnen genannt werden der Großflughafen für Istanbul, die dritte Bosporus...

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