08.07.2017 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Genosse Weil

Eine Erinnerung an den Marxisten und Mäzen Felix Weil

Helmut Dahmer

Felix Weil (1898–1975) war Stifter, Finanzier und Mitarbeiter des Frankfurter »Instituts für Sozialforschung«. Ein wichtiger Mann, von dem aber nur selten die Rede ist. Nun legt Jeanette Erazo Heufelder eine Biographie über Weil vor: »Der argentinische Krösus«. Sie hat die lebensgeschichtlichen Fragmente, die Weil hinterlassen hat, gründlich rekonstruiert und kontextualisiert.

Nach der Pionierarbeit von Helmuth R. Eisenbach aus dem Jahr 1978 über Weils Studienzeit 1919 in Tübingen1 führt sie dem Leser die Gestalt des revolutionären Mäzens vor Augen, ohne den es weder das Institut für Sozialforschung noch die »Frankfurter Schule« gegeben hätte.

Felix Weil war der Erbe des Selfmade-Millionärs Hermann Weil, der im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts durch Weizenanbau auf seinen argentinischen Besitzungen und im internationalen Weizenhandel ein Vermögen gemacht hatte. Für dessen Firma Weil Hermanos & Cía waren weltweit an die 3.000 Menschen tätig. 1908 zo...

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