06.07.2017 / Inland / Seite 4

»Ich nenne sie das Giftkartell«

Gegen »G 20« und kapitalistischen Normalzustand: Gipfel für globale Solidarität in Hamburg

Claudia Wangerin, Hamburg

Die Regierungsschefs der G- 20-Staaten sind nicht die wahren Machthaber – daran hat Vandana Shiva zur Eröffnung des Gipfels für globale Solidarität am Mittwoch im Hamburger Kulturzentrum Kampnagel erinnert. Die indische Bürgerrechtlerin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises gebrauchte das Bild des »Sherpas«, des Gepäckträgers, um vor rund 900 Zuhörern die Rolle des politischen Führungspersonals im Verhältnis zu Großkonzernen wie Monsanto und Coca-Cola sowie der Finanzbranche zu beschreiben.

Allerdings sprach sie die Regierenden nicht von der Mitverantwortung für Hunger, giftige Substanzen in der Nahrung und ökologische Katastrophen frei. »Ich nenne sie das Giftkartell«, sagte sie mit Blick auf die Gruppe der 20 nach eigener Definition wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, deren Staatsoberhäupter sich am 7. und 8. Juli in der Hansestadt treffen wollen. Shiva verwies auf erhöhte Krebsraten im Zusammenhang mit Pestiziden und Umweltschäden: »Sollte ...

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