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04.07.2017 / Ausland / Seite 6

Nicht kleinzukriegen

Die Linke in den G-20-Staaten. Heute: Mexiko. Trotz Polizeigewalt flammen soziale Proteste immer wieder auf

Lena Kreymann

Gewalt, Angst, Trauer und Wut – so haben Zapatisten und indigene Bewegung Ende Mai beschrieben, was Mexiko gerade erlebt. »Die Zeit ist gekommen« heißt die Erklärung, mit der die Zapatistische Befreiungsarmee EZLN und der Nationale Indigene Kongress (CNI) offiziell die Kandidatur von María de Jesús Patricio Martínez aus dem Volk der Nahuatl für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr bekanntgaben. Doch die Zeit des Widerstands, die die Rebellen im Süden des Landes ausgerufen haben, ist auch die Zeit der Korruption, der Journalistenmorde, der Polizeigewalt und einer zersplitterten Linken.

Rund zwei Wochen vor Veröffentlichung des Aufrufs war der Journalist Javier Valdez ermordet aufgefunden, sein Kollege Salvador Adame Pardo war wenige Tage zuvor entführt worden. Dessen verbrannte Leiche fand man Mitte Juni an einer Autobahn. Valdez hatte jahrzehntelang über den mexikanischen Drogenkrieg berichtet, für die linke Zeitung La Jornada geschrieben und das...

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