Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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28.06.2017 / Ausland / Seite 6

Hort der Reaktion

Die Linke in den G-20-Staaten. Heute: Saudi-Arabien. Der enge Verbündete der USA bekämpft seit jeher alles Fortschrittliche.

Jörg Tiedjen

Unter den Mitgliedern der »Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer« nimmt das Königreich Saudi-Arabien in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung ein. Das beginnt bei seinem Namen: Benannt ist es nicht nach einem historischen Vorbild oder der Bevölkerung, sondern nach der Familie, die es seit seiner Gründung wie einen Privatbesitz regiert, den Al Saud. Als eines von wenigen Ländern der Welt verfügt Saudi-Arabien über keine Verfassung, sondern stützt sich auf den Koran und islamisches Recht in seiner Auslegung durch die Wahhabija, eine fundamentalistische Sekte, mit der die Familie Saud eine Ehe von »Thron und Altar« eingegangen ist. Ein Parlament gibt es ebenfalls nicht, Parteien und Gewerkschaften sind verboten, Widerspruch, gar Widerstand, wird verfolgt. Was die Menschenrechte angeht, ist Saudi-Arabiens Bilanz düster.

Der 30 Millionen Einwohner zählende Wüstenstaat ist auch das einzige Mitglied der »G 20«, das über keine organisierte...

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