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24.06.2017 / Ansichten / Seite 8

Macrons Knute

Frankreich im Ausnahmezustand

Hansgeorg Hermann, Paris

Emmanuel Macron, »der Mann, der ganz Europa in Verzückung stürzt«, wie Spiegel online am Freitag in unfreiwillig-bitterer Komik dichtete, hat es gern, wenn sich die Kameras auf ihn richten. Vorzugsweise, wenn er nicht zu Hause auftritt, sondern auswärts – in Sizilien beim Händedruck mit US-Präsident Donald Trump. Oder auch beim sogenannten EU-Gipfel, wo er den schüchternen Neuling zwischen all den Größen des Brüsseler Politikbetriebs gab. Es traf sich gut, dass der französische Präsident am Donnerstag nicht in Paris war, wo seine Regierung der eben gewählten Nationalversammlung ein Gesetz auf den Tisch knallte, das »den Kampf gegen den Terrorismus und die innere Sicherheit stärken« soll. Wie bitte?

Das Land befindet sich seit Ende November 2015 im Ausnahmezustand, verhängt vom damaligen sozialdemokratischen Präsidenten François Hollande nach dem Attentat auf die Musikhalle »Bataclan«. Einer der wesentlichen Züge des ...

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