17.06.2017 / Inland / Seite 5

»Kanonen statt Rente«

Altersarmut: Ver.di kritisiert die Politik der Union und fordert eine Stärkung der gesetzlichen Vorsorge

Stefan Thiel

Wenn sich an der Rentenpolitik nichts ändert, droht millionenfache Altersarmut: Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Auftrag gegebene Studie des Eduard-Pestel-Institutes, die am Freitag in Berlin vorgestellt wurde.

Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske betonte bei der Präsentation, die Studie zeige, »wie groß die Betroffenheit ist«. Armutsrenten seien ein Phänomen, das »bis in die Mitte der Gesellschaft« reiche und damit »weit über den Niedrig­lohnsektor hinaus«. Auskömmliche Renten seien nach jahrzehntelanger Beitragszahlung »auch eine Frage der gesellschaftlichen Moral«, so Bsirske. Der Gewerkschafter forderte von der Bundesregierung einen Kurswechsel. Die gesetzliche Rente müsse gestärkt und das Lohnniveau angehoben werden. Die Gewerkschaft starte deshalb am Montag eine Aktionswoche unter dem Motto »Gute Löhne – gute Rente«, um die Diskussion in Betriebe, Behörden und in die Öffentlichkeit zu tragen.

In der...

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