Der Schwarze Kanal
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16.06.2017 / Ansichten / Seite 8

Hitlerversteherin

Beata Szydlo erklärt Auschwitz

Reinhard Lauterbach

Die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo kommt aus Brzeszcze. Die Ortschaft mit dem zungenbrecherischen Namen ist die Nachbargemeinde von Oswiecim, bekannter unter seinem zeitweiligen Namen Auschwitz. Von daher ist Beata Szydlo nicht nur qua Amt, sondern auch landsmannschaftlich bestens qualifiziert, am Ort des Schreckens Worte politischer Auswertung zu finden. Dies tat sie am Mittwoch aus Anlass des 77. Jahrestags der Einlieferung der ersten Häftlinge in das in einem ehemaligen polnischen Kasernengelände eingerichtete deutsche Konzentrationslager. Auschwitz, so Szydlo, zeige, wohin es führe, wenn ein Staat versäume, seine Bürger zu schützen.

Das hört sich erst einmal an wie hanebüchener Unsinn aus dem Mund einer Frau, die es weniger durch Intellekt, sondern als Parteisoldatin nach oben geschafft hat. Man kann dem polnischen Staat der Zwischenkriegszeit manches vorwerfen, aber zu bemängeln, dass er 1940 nich...

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