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09.06.2017 / Inland / Seite 5

Vetternwirtschaft im Hause Draghis

EZB dämpft Wachstumsprognose in der Euro-Zone und bei den eigenen Mitarbeitern

Simon Zeise

Der Leitzins bleibt bei null Prozent. Auch die Anleihenkäufe zu verringern ist für die Europäische Zentralbank (EZB) laut ihrem Präsidenten Mario Draghi derzeit kein Thema. »Das wurde nicht besprochen«, sagte Draghi am Donnerstag in der estnischen Hauptstadt Tallinn. Die EZB und die nationalen Notenbanken erwerben seit März 2015 Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Damit wollen sie Banken zur stärkeren Kreditvergabe anregen. Die Käufe sollen noch mindestens bis Ende 2017 fortgesetzt werden und dann ein Gesamtvolumen von 2,28 Billionen Euro erreichen.

Kleinlaute Töne kamen von den deutschen Monetaristen. Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, sagte enttäuscht: »Die EZB hat vorsichtig die geldpolitische Wende eingeleitet, wenn auch nur mit Worten. Sie hat die Kommunikation geändert und die Ankündigung, notfalls ihre expansive Geldpolitik auszuweiten, gestrichen.« Das sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, so ...

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