Schwarzer Kanal
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08.06.2017 / Inland / Seite 5

Patienten als Ware

Unterfinanziert, privatisiert oder beides: Vor allem auf dem Land schließen immer mehr Krankenhäuser

Christina Müller

Wo Rendite zur Pflicht wird, leidet die Gesundheitsversorgung. Die 15.000-Einwohner-Stadt Genthin im Norden Sachsen-Anhalts wird das demnächst zu spüren bekommen. Bis Ende dieses Jahres soll das Licht in dem kleinen von den Johannitern in gemeinnütziger Trägerschaft betriebenen Krankenhaus ausgehen. Laut Geschäftsführer Franz Caesar hätten jährlich etwa eine Million Euro an Verlusten die Betreiber überfordert. Die Einwohnerzahl im Einzugsgebiet sei zu gering, um eine Klinik zu »ernähren«, sagte er dem MDR Sachsen-Anhalt. Die Politik habe kein Interesse, Krankenhäuser auf dem Land zu halten, so Caesar.

Nun machen mehrere Kleinunternehmer aus Genthin und Umgebung mobil. Sie rufen Anwohner für diesen Freitag zu einem Protestzug mit anschließender Diskussion auf. »Die Schließung des Genthiner Krankenhauses ist für uns ein sicheres Zeichen, dass es für die Genthiner Innenstadt mittlerweile fünf vor zwölf ist«, erklärten die Initiatoren gegenüber der Magdeburger...

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