02.06.2017 / Inland / Seite 8

»Die Schüler wurden zu Boden gedrückt«

Polizei holt jungen Afghanen aus Berufsschule. Dann wendet sie Gewalt an gegen protestierende Klassenkameraden. Gespräch mit Jens S.

Johannes Supe

Am Mittwoch morgen betraten Polizeibeamte eine Nürnberger Berufsschule und holten einen afghanischen Jugendlichen aus dem Unterricht: Er sollte abgeschoben werden. Bis zu 300 Schüler versuchten, die Beamten aufzuhalten, und blockierten den Wagen, in dem der Junge weggebracht werden sollte. Auch Sie haben sich an dem Protest beteiligt. Wie war die Situation, als Sie an der Schule eintrafen?

Ich bin zusammen mit jemand anderem hingekommen. Es wird wohl etwa zehn Uhr gewesen sein; nach dem, was mir erzählt wurde, muss der afghanische Schüler wohl zwischen neun Uhr und zehn Uhr aus der Schule geholt worden sein. Bei unserer Ankunft wirkte alles ganz ruhig, zumal die Berufsschule ein großer Gebäudekomplex ist. Aber als wir weiter über das Gelände gingen, sahen wir eine große Gruppe von Schülerinnen und Schülern. Erst als wir näher kamen, haben wir bemerkt, dass sie um ein Polizeiauto herum standen. Es waren auch etliche Beamte da, doch zu dem Zeitpunkt war alle...

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