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03.06.2017 / Inland / Seite 5

Reichtum durch Niedriglohn

Einzelhandel: Konzerne scheffeln Milliarden auf Kosten der Beschäftigten. Mehr prekäre und schlecht bezahlte Jobs. Gewerkschaft leistet Widerstand

Daniel Behruzi

Demo in Düsseldorf: Am Freitag streikten wieder Beschäftigte des Einzelhandels. »Der Unmut wächst«, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer. Die bisherigen Angebote in der Tarifrunde seien »beschämend«. Ab Juli soll es gerade mal 1,5 Prozent mehr Geld geben und im Mai 2018 ein weiteres Prozent. Eine Einmalzahlung von 150 Euro pro Jahr soll nicht in die Lohntabelle eingehen. Bemerkenswert ist der Geiz der Einzelhandelskonzerne insbesondere vor dem Hintergrund der steigenden Umsätze und satten Gewinne, die in der Branche eingefahren werden. Dem stehen extrem prekäre Arbeitsbedingungen gegenüber, wie die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion bestätigt.

Auf der einen Seite unvorstellbarer Reichtum: Mit jeweils rund 20 Milliarden Euro Privatvermögen stehen die Familien Brenninkmeijer (C&A), Albrecht/Heister (Aldi Süd) und Schwarz (Lidl/Kaufland) auf der Liste der deutschen Superreichen ganz oben. Etliche weitere Händle...

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