30.05.2017 / Ausland / Seite 6

Der Präsident ist schneller

Sambias Oppositionsführer steht wegen Hochverrat vor Gericht, weil seine Wagenkolonne dem Konvoi des Staatschefs nicht gebührend Platz gemacht hatte

Christian Selz, Kapstadt

Wirklich glücklich laufen die Reisen des südafrikanischen Oppositionsführers Mmusi Maimane nicht in diesem Jahr. Erst geriet er im Januar daheim unter Feuer, nachdem er für ein Handschlagfoto mit Benjamin Netanjahu nach Israel geflogen war, ohne sich auch mit der palästinensischen Führung zu treffen. Am Donnerstag nun machte sich der Vorsitzende der Parlamentsfraktion der Democratic Al­liance (DA) auf den Weg nach Sambia, um dem Hochverratsprozess gegen den dortigen Oppositionschef Hakainde Hichilema beizuwohnen. Doch die Reise endete am Flughafen der Hauptstadt Lusaka. Schwerbewaffnete Beamte fingen Maimane noch im gerade erst gelandeten Flieger ab, verweigerten ihm die Einreise, nahmen ihm sein Mobiltelefon ab und schickten ihn noch am selben Abend nach Hause.

Wer den Vorfall nun grotesk findet, kennt das Verfahren gegen Hichilema nicht. Der sambische Langzeitoppositionsführer, der seit 2006 bei fünf Präsidentschaftswahlen unterlegen war, hatte sich Anf...

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