26.05.2017 / Inland / Seite 8

»Jeder Bürger wird jährlich mehrfach geortet«

Polizei lässt massenhaft Position von Handys feststellen. Besitzer der Geräte informiert sie in der Regel nicht. Gespräch mit Patrick Breyer

Heidrun Jänchen

Sie setzen sich für die Datenschutzrechte der Bürger ein, haben in der Vergangenheit Aktionen gegen Massenüberwachung initiiert. Eine der Spitzelmethoden ist die Handyortung. Was genau versteht man darunter?

Bei Verdacht erheblicher Straftaten kann die Polizei alle mit dem Netz verbundenen Handys im Umkreis eines Ortes – zum Beispiel eines Tatortes – in Erfahrung bringen. Das ist auch nachträglich möglich. Denn die Verbindungsdaten in das Netz werden vom Betreiber des Netzes gespeichert und können daher später noch ausgelesen werden. So können beispielsweise Bewegungsmuster erstellt werden. Das ist für eine einzelne Handynummer möglich. Die Abfrage kann aber auch für einen bestimmten örtlichen Bereich – etwa die Funkzelle – erstellt werden. Damit werden die Daten aller verbundenen Handys in diesem Funkzellenbereich ausgeworfen. Ausgeschaltete Handys fallen aus der Erfassung heraus.

Kann die Polizei selbst entscheiden, wo und wann sie ortet?

Alle Maßnahmen ...

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