26.05.2017 / Inland / Seite 5

Machtkampf um Autozulieferer Grammer

Investor attackiert Führung. Beschäftigte fürchten um ihre Arbeitsplätze und protestieren

Stefan Thiel

Im Machtkampf beim bayerischen Autozulieferer Grammer haben sich die Unternehmensführung und Vertreter des Investors Hastor am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Amberg einen veri­tablen Schlagabtausch geliefert. Zum Auftakt forderte ein Vertreter von Hastor die Abwahl von Aufsichtsratschef Klaus Probst als Versammlungsleiter. Er habe öffentlich gegen die Investoren Stellung bezogen, Betriebsgeheimnisse verraten und werde die Hauptversammlung nicht fair und unparteiisch leiten, warf Hastor-Anwalt Franz Enderle dem Aufsichtsratschef vor. Das Aktionärstreffen wurde daraufhin schon nach wenigen Minuten unterbrochen. Probst verweigerte schließlich eine Abstimmung über seine Abwahl. Mit dem Antrag war Hastor zuvor schon vor Ge­richt gescheitert. Die bosnische Unternehmerfamilie hatte im Vorfeld angekündigt, den Vorstand ab­setzen und fünf Aufsichtsräte abwählen zu lassen. Man wolle die Kontrolle über den oberpfälzische Konzern übernehmen. Zudem hatte Hastor...

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