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23.05.2017 / Inland / Seite 4

Investor steht unter Druck

Berlin: Bauherr und Senat geraten in der Rigaer Straße in Nöte. Neuer Mietspiegel zeigt Unwirksamkeit der »Mietpreisbremse«

Anselm Lenz

Eine »natürliche« Entwicklung? Die Berliner Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher (Die Linke), präsentierte vergangenen Freitag den neuen Mietspiegel für die Hauptstadt. Nach Rechnung der Behörde ist die – durchschnittliche – Nettokaltmiete für eine 80-Quadartmeter-Familienwohnung seit 2015 von 467 auf 511 Euro gestiegen. Heiz- und Betriebskosten kommen also noch obendrauf. Trotz der seit 2015 geltenden Mietpreisbremse kletterten die monatlichen Entgelte für Wohnraum von 5,84 Euro kalt pro Quadratmeter im Mietspiegel 2015 auf 6,39 Euro im aktuellen. Tatsächlich ist das Mietniveau laut Eigentümerverband Haus und Grund sogar noch höher. Zudem gilt die »Bremse« nur für Unterkünfte, die seit dem 1. Oktober 2014 erstmals vermietet wurden, und auch nur in Gebieten mit »angespanntem Wohnungsmarkt«.

Gegen diese Entwicklung kämpfen die Anwohner der Rigaer Straße im Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain. Sie sehen sich einem aggressiv ag...

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