23.05.2017 / Inland / Seite 2

»Verantwortliche waren kaum zum Dialog bereit«

Proteste gegen den G-20-Gipfel ­sollen weit entfernt vom Tagungsort ­stattfinden. Aktivisten wollen vor Gericht gehen. Gespräch mit Emily Laquer

Kristian Stemmler

Sie sind zu einer vorläufigen Einigung mit der Polizei über den Verlauf der Großkundgebung gegen den G-20-Gipfel am 8. Juli gekommen. Dazu mussten Sie insgesamt fünf Kooperationsgespräche mit der Behörde führen, die in Hamburg auch für Versammlungen zuständig ist. Warum waren so viele Gespräche nötig?

Konfliktpunkt war vor allem die blaue Zone, in der nicht demonstriert werden darf. Dieses Verbot stellt einen Eingriff in unsere Grundrechte dar. Am liebsten hätte man uns in das weit entfernte Altona abgeschoben, und das, obwohl Gerichte bestätigen, dass in Seh- und Hörweite des Gipfels demonstriert werden kann. Schließlich konnten wir uns auf eine Route direkt entlang der Grenzlinie der blauen Zone einigen.

Wer waren Ihre Verhandlungspartner?

Keine Personen, die wirklich etwas zu sagen haben. Das wären Vertreter der Einsatzleitung oder der Innenbehörde gewesen. Wir haben auch immer wieder Gespräche mit ihnen eingefordert. Dem wurde nicht entsprochen. So wenig...

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