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22.05.2017 / Feuilleton / Seite 11

Sturzgeburt oder Leuchtfeuer?

Der Dokumentarfilm »Frontstadt Donezk« zeichnet das Bild eines Staatswesens, das sich neu erfinden muss

Reinhard Lauterbach

Filmbilder aus der Volksrepublik Donezk sind selten und werden es im Westen noch lange bleiben. Das liegt auch an der Bequemlichkeit westlicher Korrespondenten. Es gibt keine direkten Flugverbindungen nach Donezk, seit der Flughafen durch die Kämpfe zerstört worden ist. Die Anreise aus der Ukraine ist praktisch unmöglich, seit Kiew nicht nur eine Handels- und Energieblockade verhängte, sondern auch den Verkehr in die Volksrepubliken Donezk und Lugansk unterbrochen hat. Der Weg durch die »Hintertür«, über Rostow am Don und dann mit Linienbus oder Taxi, bringt den westlichen Journalisten von ukrainischer Seite den Vorwurf des illegalen Grenzübertritts ein und zieht mit großer Wahrscheinlichkeit ein Einreiseverbot für die Ukraine nach sich. Überdies besteht für westliche Ausländer im Donbass kein Versicherungsschutz und gibt es keine konsularische Betreuung durch die Botschaften ihrer Länder, falls ihnen etwas zustoßen sollte; ihre in Kiew sitzenden Konsuln ...

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