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20.05.2017 / Geschichte / Seite 15

Opfer des tiefen Staates

Vor 25 Jahren wurde der sizilianische Staatsanwalt Giovanni Falcone von der Mafia ermordet

Gerhard Feldbauer

Anfang der 1990er Jahre gab es dank des unerschrockenen Einsatzes von Ermittlern und Staatsanwälten die Möglichkeit, dem Treiben der Cosa Nostra, wie die Mafia auf Sizilien heißt, ein Ende zu setzen. Eine herausragende Rolle dabei spielte der Leiter der Antimafia­kommission von Sizilien, Giovanni Falcone. Er war dem Komplott von Politikern der Regierungspartei Democrazia Cristiana (DC) mit der Mafia und der von der CIA geführten faschistischen Putschloge »Propaganda due« (P 2) auf der Spur. Am 23. Mai 1992 fiel er zusammen mit seiner Frau Francesca Mor­villo, einer Richterin, und drei Leibwächtern einem Attentat zum Opfer. Nur sein Fahrer überlebte schwer verletzt. Unter der Autobahn A 29 bei Capaci nahe Palermo waren 500 Kilogramm in einem Abflussrohr verstecktes TNT ferngezündet worden. Die römische La Repubblica gab am 21. September 2015 die Aussage des Mafiosos Giocchino La Barbera, der den Sprengsatz gezündet hatte, wieder, dass die Ermordung Falcone...

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