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20.05.2017 / Ausland / Seite 8

»Macron treibt eine neoliberale Agenda voran«

Französische KP will verhindern, dass der Präsident auf eine Mehrheit im Parlament zählen kann. Gespräch mit Éric Bourguignon

Johannes Supe

Am 11. Juni beginnen in Frankreich die Parlamentswahlen. In die Nationalversammlung will sich auch Ihre Genossin Maéva Durand für die Französische Kommunistische Partei wählen lassen. Sie treten als Ersatzkandidat an, obwohl Sie nicht in Frankreich leben. Weshalb kandidieren Sie dennoch?

Bis zu drei Millionen Franzosen leben außerhalb Frankreichs. Genau lässt sich die Zahl nicht bestimmen, denn nicht alle Auslandsfranzosen lassen sich bei einem Konsulat registrieren. Den Auslandsfranzosen sind sowohl in der ersten Kammer des Parlaments, der Nationalversammlung, als auch in der zweiten Kammer, dem Senat, Sitze vorbehalten. Für sie kandidieren wir. Dabei gehört Deutschland zu einem Wahlkreis, in dem insgesamt 16 Länder zusammengefasst sind, darunter etwa Ungarn und Österreich. In dem Wahlkreis sind mehr als 105.000 Personen wahlberechtigt, die meisten von ihnen leben in Deutschland. Wir würden, wenn wir gewählt werden, ein Team bilden. Frau Durand würde ...

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