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20.05.2017 / Titel / Seite 1

Braune Kaderschmiede

Bundeswehr-Universität im Visier des Militärgeheimdienstes. Offenbar Netzwerk von potentiellen Rechtsterroristen und »Identitärer Bewegung«

Jörg Kronauer

Die Münchner Bundeswehr-Universität gerät in den Fokus der Untersuchungen über extrem rechte Netzwerke in der deutschen Armee. Wie die Süddeutsche Zeitung am Freitag berichtete, überprüft der Militärgeheimdienst MAD gegenwärtig vier Studenten der Hochschule wegen des »Verdachts auf Rechtsextremismus«. Insgesamt zählen zu den aktuell 284 Verdächtigen in der Bundeswehr mindestens elf Militär-Akademiker. Demnach unterhalten Studenten und Absolventen der Münchner Uni unter anderem Kontakte zu der extrem rechten Modeströmung »Identitäre Bewegung« (IB). Diese setzt sich gern öffentlichkeitswirksam in Szene, wie etwa am Freitag mit einer versuchten »Besetzung« des Bundesjustizministeriums in Berlin, welche letztlich scheiterte.

Der terrorverdächtige Oberleutnant Franco Albrecht und sein mutmaßlicher Komplize Maximilian T. hatten offenbar beide Kontakt zu einem Studenten der Bundeswehr-Uni in München, der dem MAD schon früher aufgefallen war. Wie dpa am Freitag au...

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