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17.05.2017 / Inland / Seite 4

Psychiaterstreit um Zschäpe

NSU-Prozess: Methodenkritisches Gutachten als letztes Aufgebot der Verteidiger und neuer V-Mann-Skandal im Umfeld der Angeklagten

Claudia Wangerin

Pedro Faustmann hat am Dienstag im Münchner NSU-Prozess nicht selbst eine Einschätzung darüber abgegeben, ob Beate Zschäpe psychisch gestört und in 15 oder 20 Jahren noch gefährlich sei. Die Verteidiger der Hauptangeklagten hatten den Professor als methodenkritischen Gutachter benannt, um die Expertise des Psychiaters Henning Saß in Zweifel zu ziehen. Dieser hatte Zschäpe im Prozess um die Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) volle Schuldfähigkeit bescheinigt. Außerdem hatte er nahegelegt, dass von ihr weiterhin Gefahr ausgehe. Aus Faustmanns Sicht hat Saß dies aber nicht nachvollziehbar begründet.

Zur Erleichterung vieler Prozessbeobachter scheute sich der Vorsitzende Richter Manfred Götzl am Dienstag nicht, Faustmann nach der Bedeutung von Fachbegriffen wie »Operationalisierung« zu fragen. Gemeint war die Benennung von Maßstäben, Kriterien und Rahmenbedingungen, die Saß nach Faustmanns Dafürhalten versäumt hatte. Zumin...

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