17.05.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

»Verwertung im Sinne des Profitstrebens«

An Erforschung vieler Krankheiten und deren Behandlung hat Pharmaindustrie kein Interesse. Gespräch mit Nora Lennartz

Ralf Wurzbacher

Beim »Global Health Hochschulranking« landet die RWTH Aachen abgeschlagen auf Platz 14. Wobei Sie nicht die Gesamtperformance der Uni bewerten, sondern deren Beitrag zur Umsetzung globaler Gesundheitsziele. Warum ist Deutschlands Vorzeigeuni hier nur Mittelmaß?

Die RWTH ist zwar um ein gutes Global-Health-Ausbildungsangebot bemüht, forscht aber leider so gut wie gar nicht auf diesem Gebiet. Es gibt keine Arbeitsgruppe, die sich verstärkt mit den globalen Zusammenhängen von Krankheit und Gesundheit beschäftigt. Auch Krankheiten, die mit Armut assoziiert sind oder wegen fehlender Profitaussichten vernachlässigt werden, beforscht die Uni kaum. Außerdem gibt es keine Leitlinie, die sicherstellt, dass die Verwertung der universitären Patente nicht nur profitorientiert geschieht.

Für die RWTH setzte es bei 14 von 23 Indikatoren null Punkte. Dafür erscheint Rang 14 schon fast wieder beachtlich …

Leider ist es um das Thema Global Health in Deutschland insgesamt sc...

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