Gegründet 1947 Sa. / So., 20. / 21. April 2019, Nr. 93
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
17.05.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Keine Heilung für Arme

»Arzneiinnovationen« sind für reiche Industriestaaten bestimmt, vernachlässigt wird der Süden. Hochschulforschung begünstigt den Trend

Ralf Wurzbacher

Die Universität Köln kooperiert mit der Bayer AG, die Uni Mainz mit der Boehringer-Ingelheim-Stiftung, einem Anhängsel des gleichnamigen Pharmaunternehmens. Wie sie zusammenarbeiten, zu welchem Zweck und wessen Nutzen, soll keiner wissen. Im Fall Mainz erzwang ein Richterspruch die Offenlegung der Verträge. Gegenteilig entschied Justitia vor zwei Jahren in der Causa der Kölner Uni. Ihr Kontrakt mit dem deutschen Chemiegiganten bleibt unter Verschluss. Das alles macht argwöhnisch. Was hat eine öffentliche, dem Gemeinwohl verpflichtete Einrichtung mit einem Weltkonzern am Laufen, was die Öffentlichkeit nichts angeht? Oder anders herum: Dient vielleicht das, worum es geht, gerade nicht dem Gemeinwohl?

Davon muss man ausgehen. Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse (TK), hatte anlässlich der Vorstellung des »TK-Innovationsreports« im September 2015 moniert, die Arzneimittelhersteller forschten am Bedarf der Patienten vorbei. »Die Innovationen fokussieren a...

Artikel-Länge: 5544 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €